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Erfolgsmodell Fronius Energiegemeinschaft

Fronius Energiegemeinschaft

Günstigen Strom aus heimischen PV-Anlagen beziehen? Ja, Unternehmen, Vereine und Gemeinden können der Fronius Energiegemeinschaft in Österreich beitreten − auch ohne eigene PV-Anlage. Sie beziehen regional erzeugten Strom zu aktuell 8,9 Cent/kWh netto, profitieren von stabilen Energiekosten und können darüber hinaus ihre Stromkosten senken. Wie das konkret funktioniert und welche Einsparungen möglich sind, zeigen die folgenden Praxisbeispiele.

Warum Vereine, Gemeinden und Unternehmen auf regionalen Solarstrom setzen

Das Prinzip dahinter ist simpel: Eine Energiegemeinschaft lebt von der ausgewogenen Balance zwischen Personen, die ihren PV-Überschussstrom einspeisen, und jenen, die ihn beziehen und direkt nutzen. Je mehr Menschen mitmachen, desto stabiler und effizienter wird die Energieversorgung.

Wer also tagsüber viel Strom braucht, beispielsweise in Gastgewerbe, Landwirtschaft oder Produktion, kann einen großen Teil seines Bedarfs direkt aus der Energiegemeinschaft decken und die Stromkosten mit einer Energiegemeinschaft senken. Besonders für Betriebe mit hohem Tagesverbrauch ist die Energiegemeinschaft eine attraktive Möglichkeit, günstigen regionalen Solarstrom zu nutzen.

Das sorgt innerhalb der Fronius Energiegemeinschaft für die notwendige Energiebalance und schafft eine Situation, von der alle Mitglieder profitieren − sowohl mit als auch ohne eigene PV-Anlage. Gleichzeitig stärkt jede Teilnahme die regionale Versorgung mit erneuerbaren Energien in Österreich – ganz ohne Zusatzkosten oder technischen Aufwand.

Wie Mitglieder davon profitieren, wird anhand von zwei Beispielen deutlich: Die Freiwillige Feuerwehr Wallsee muss rund um die Uhr einsatzbereit sein und nutzt die Energiegemeinschaft, um ihre laufenden Stromkosten trotz permanentem Verbrauch zu senken. Beim holzverarbeitenden Betrieb Holz Hrad aus Wien passt der hohe Energiebedarf tagsüber ideal zur Solarstromproduktion: So deckt das Unternehmen im Sommer sogar 90 bis 98 Prozent seines Strombedarfs über die Energiegemeinschaft. Wie der Einstieg gelungen ist, lesen Sie hier:

Fronius Energiegemeinschaft im Überblick

• Strombezug aktuell 8,9 Cent/kWh netto, Einspeisung 7 Cent/kWh netto (bis 30 kWp bzw. 30 kW)
• Keine Mitgliedsbeiträge, keine laufenden Kosten
• Beitritt für Privatpersonen, Vereine, Gemeinden und Unternehmen in Österreich möglich – auch ohne eigene PV-Anlage

Holz Hrad GmbH: 90 bis 98 Prozent des Strombedarfs aus der Energiegemeinschaft gedeckt

Büro Holz Hard

Die Holz Hrad GmbH wurde 1995 gegründet und führt die Tradition eines Familienbetriebs fort, dessen Geschichte bis ins Jahr 1831 zurückreicht – heute bereits in der siebten Generation, mit neun Mitarbeitenden.

Als holzverarbeitender Betrieb wird bei Holz Hrad mit energieintensiven Maschinen gearbeitet. Der größte Stromverbraucher ist die Absauganlage, die immer laufen muss, sobald eine andere Maschine in Betrieb ist. An Spitzentagen liegt der Stromverbrauch des Betriebs bei rund 180 bis 194 kWh. Insbesondere das Hobeln in Kombination mit der Absaugung fällt stark ins Gewicht.

Georg Hrad, Geschäftsführer von Holz Hrad, im Interview:

Warum haben Sie sich für die Fronius Energiegemeinschaft entschieden, und wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Auf die Fronius Energiegemeinschaft bin ich durch einen Nachbarn aufmerksam geworden, der früher einen Elektrotechnikbetrieb geführt hat und selbst eine PV-Anlage betreibt. Da viele Nachbarn tagsüber Strom einspeisen, aber nur wenig davon selbst verbrauchen, sind sie der Fronius Energiegemeinschaft beigetreten. Um einen Ausgleich zwischen Einspeisenden und Beziehenden zu schaffen, wurde nach zusätzlichen Abnehmern gesucht. Das trifft sich für unseren Betrieb ideal: Wir haben keine PV-Anlage und verbrauchen gerade tagsüber viel Strom.

Anfangs war ich durchaus skeptisch und habe mich gefragt, ob es irgendwelche Verpflichtungen oder versteckten Nachteile gibt. Nachdem ich mich informiert hatte, wurde mir aber schnell klar, dass die Teilnahme sehr unkompliziert ist und eine einfache Möglichkeit bietet, Stromkosten zu sparen. Meine Erwartungen wurden sogar übertroffen, denn aktuell beziehen wir rund 90 bis 98 Prozent unseres Stroms über die Energiegemeinschaft.

Wie gut passt die Fronius Energiegemeinschaft zu Ihrem Stromverbrauch und welche Einsparungen erzielen Sie?

Unser Verbrauchsprofil passt sehr gut zur Energiegemeinschaft, weil unser größter Strombedarf zwischen 8:00 und 16:00 Uhr anfällt – also genau dann, wenn die PV-Anlagen die meiste Energie erzeugen.

Unsere Produktionsabläufe haben wir dafür allerdings nicht verändert. Aufgrund der guten Auftragslage müssen wir dann produzieren, wenn die Arbeit anfällt, und können daher nicht gezielt auf Sonnenschein oder bestimmte Tageszeiten Rücksicht nehmen. Trotzdem profitieren wir sehr stark von der Energiegemeinschaft, weil Verbrauch und Erzeugung von Natur aus gut zusammenpassen. Aufgrund der bisherigen Daten rechne ich mit einer Kostenersparnis von etwa 20 bis 25 Prozent.

Außerdem bietet die Fronius Energiegemeinschaft dem Unternehmen am derzeit volatilen Energiemarkt zusätzliche Planungssicherheit. Den größten Vorteil sieht Hrad darin, grünen Strom deutlich günstiger beziehen zu können: Selbst, wenn die Marktpreise sinken würden, müsste der Strompreis sehr stark fallen, damit dieser Preisvorteil verschwindet.

Gleichzeitig schätzt der Ingenieur den Gedanken, Strom aus der Region und von Menschen aus dem eigenen Umfeld zu beziehen. Seit es möglich ist, ist der gesamte Energieverbrauch bei Holz Hrad zu 100 % CO2-neutral − von der Heizung, die mit den eigenen Holzabfällen betrieben wird, bis zu den Maschinen, die mit 100 % Ökostrom laufen. Das sei ihm schon immer wichtig gewesen, betont Hrad, und spiegle sich auch in der Teilnahme an der Energiegemeinschaft wider.

Aufgrund der positiven Erfahrungen empfiehlt er die Energiegemeinschaft bereits aktiv weiter und wird sie künftig auch auf der neuen Unternehmenswebsite präsentieren. „Der Aufwand ist minimal und die Ergebnisse haben mich überzeugt“, zieht Georg Hrad Bilanz.

FF Wallsee: Freiwillige Feuerwehr senkt Stromkosten mit Energiegemeinschaft

FF Wallsee

Bereits seit 1894 gibt es die Freiwillige Feuerwehr in Wallsee, Niederösterreich, aktuell zählt sie 52 aktive Mitglieder sowie 8 Mitglieder in der Feuerwehrjugend. Vor einigen Jahren errichtete die Feuerwehr eine eigene Photovoltaikanlage am Feuerwehrgebäude, größtenteils in Eigenregie geplant und mit Unterstützung eines Elektrikers umgesetzt. Für den Ernstfall, etwa bei einem Stromausfall, stehen zusätzliche Energiereserven bereit: Neben einem angebundenen Stromspeicher kann bei Bedarf auch ein Notstromaggregat angeschlossen werden, um sicherzustellen, dass die notwendige Technik stets betriebsbereit bleibt.

Zu den größten Verbrauchern zählen Wärmepumpe, Warmwasserboiler, Kühlschränke, Funkanlagen sowie Akkus von Geräten, die stets geladen und einsatzbereit sein müssen, damit schnell reagiert werden kann, wenn es darauf ankommt. In den Nachtstunden beschränkt sich der Energiebedarf weitgehend auf die Grundlast.

Markus Bruckner, Ehrenoberbrandinspektor der FF Wallsee, im Interview:

Warum haben Sie sich für die Fronius Energiegemeinschaft entschieden, und wurden Ihre Erwartungen erfüllt?

Ich habe mich schon früh für das Thema Energiegemeinschaften interessiert. Als die Fronius Energiegemeinschaft vorgestellt wurde, habe ich mich näher damit auseinandergesetzt und bin schließlich sowohl privat als auch für die Feuerwehr  beigetreten. In beiden Anlagen sind Fronius Wechselrichter verbaut, deshalb war mir Fronius bereits lange vor der Energiegemeinschaft ein Begriff. Die Produktqualität und der technische Support passen einfach: Wenn Fragen auftreten, bekommt man schnell eine kompetente Antwort.

Bei der Energiegemeinschaft war mir besonders wichtig, dass die Teilnahme kostenlos ist – bei vielen anderen Anbietern fallen Mitgliedsbeiträge oder laufende Gebühren an. Bei Fronius war der Einstieg unkompliziert und schnell erledigt, und seitdem läuft alles problemlos.

Wie gut passt die Fronius Energiegemeinschaft zu Ihrem Stromverbrauch und welche Vorteile bringt sie Ihnen?

Wir haben bewusst einzelne Abläufe angepasst. So haben wir beispielsweise den Warmwasserboiler auf die Mittagszeit programmiert, damit möglichst viel Strom direkt von der eigenen PV-Anlage oder aus der Energiegemeinschaft genutzt werden kann.

Unsere Möglichkeiten zur Steuerung sind allerdings begrenzt, weil viele technische Vorrichtungen rund um die Uhr verfügbar sein müssen. Anders als beim Privathaushalt können wir bestimmte Verbraucher nicht einfach flexibel umschalten. Trotzdem profitieren wir sehr von unserer PV-Anlage. Besonders zwischen Frühjahr und Herbst können wir einen großen Teil unseres Bedarfs selbst decken.

In Zeiten steigender Energiekosten sieht Bruckner in der Energiegemeinschaft einen klaren Mehrwert für Vereine und NGOs. Jeder Beitrag zur Senkung der laufenden Kosten sei für eine Körperschaft des öffentlichen Rechts wie die freiwillige Feuerwehr wertvoll, betont er. Besonders wichtig sei, die Betriebskosten im Blick zu behalten und vorhandene Ressourcen möglichst effizient zu nutzen. Für den Ehrenoberbrandinspektor ist die Teilnahme an der Energiegemeinschaft eine sinnvolle und wirtschaftliche Ergänzung. „Man kann ohne großen Aufwand Stromkosten sparen oder durch Einspeisung etwas einnehmen. Das lohnt sich sowohl für Privatpersonen als auch für Körperschaften und Unternehmen − eine ganz klare Empfehlung“, zeigt sich Bruckner überzeugt.

Fazit: Für wen lohnt sich die Fronius Energiegemeinschaft?

Die Fronius Energiegemeinschaft eignet sich für Privatpersonen, Unternehmen, Vereine und Gemeinden, die regional erzeugten Solarstrom nutzen oder ihren PV-Überschussstrom teilen möchten. Auch eine Teilnahme an der Energiegemeinschaft ohne PV-Anlage ist möglich. Besonders Betriebe mit hohem Stromverbrauch während der Tagesstunden profitieren von günstigen Strompreisen und einer höheren Planbarkeit ihrer Energiekosten. Die Praxisbeispiele von FF Wallsee und Holz Hrad zeigen, dass Einsparungen von rund 20 bis 25 Prozent möglich sind.

FAQ zur Fronius Energiegemeinschaft

Wer kann der Fronius Energiegemeinschaft beitreten?

Sowohl Privatpersonen als auch Vereine, Gemeinden und Unternehmen können sich an der Fronius Energiegemeinschaft beteiligen.  Möchte ein Unternehmen der Energiegemeinschaft beitreten, ist dabei keine eigene Photovoltaikanlage erforderlich. Als regionsübergreifende Bürgerenergiegemeinschaft (BEG) eignet sich die Fronius Energiegemeinschaft für Unternehmen, Vereine und Gemeinden in ganz Österreich gleichermaßen. Mitglieder können regional erzeugten Solarstrom beziehen, Strom aus ihrer PV-Anlage einspeisen oder beides kombinieren.

Kann ich die Fronius Energiegemeinschaft auch ohne PV-Anlage nutzen?

Ja, auch ohne eigene PV-Anlage haben Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen und Gemeinden die Möglichkeit, günstigen Ökostrom aus Österreich zu beziehen. Besonders Abnehmer mit hohem Stromverbrauch tagsüber – wenn viel Solarstrom produziert wird – können einen großen Teil ihres Energiebedarfs über die Energiegemeinschaft decken und dadurch ihre Energiekosten senken.

Wie viel kann man mit der Fronius Energiegemeinschaft sparen?

Die Höhe der Ersparnis hängt vom individuellen Stromverbrauch und dem verfügbaren Solarstrom innerhalb der Gemeinschaft ab. Mitglieder der Fronius Energiegemeinschaft beziehen Strom aktuell um 8,9 Cent/kWh netto, Einspeisende erhalten für überschüssigen Strom 7 Cent/kWh netto (für PV-Anlagen bis 30 kWp bzw. 30 kW bei Wind- und Wasserkraft). Es fallen keine Mitgliedsgebühren oder laufenden Kosten an.
Wie hoch die tatsächliche Kostenersparnis ausfällt, hängt vor allem vom Verbrauchsprofil ab. Praxisbeispiele zeigen, dass Einsparungen von rund 20 bis 25 Prozent der Stromkosten möglich sind. Wer seine Stromkosten mit einer Energiegemeinschaft senken möchte, profitiert besonders bei hohem Stromverbrauch während der Solarstromproduktion.

Warum lohnt sich eine Energiegemeinschaft für Unternehmen, Vereine und Gemeinden?

Unternehmen, Vereine und Gemeinden profitieren von günstigem, regionalem Ökostrom aus Österreich, einer höheren Planungssicherheit bei den Energiekosten und einer stärkeren regionalen Wertschöpfung. Gerade als Energiegemeinschaft für Unternehmen ermöglicht das Modell die Nutzung von regional erzeugtem Solarstrom zu attraktiven Konditionen. Gleichzeitig unterstützen sie den Ausbau erneuerbarer Energien in Österreich und leisten einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltigen Energiezukunft.

Entstehen für die Teilnahme an der Fronius Energiegemeinschaft zusätzliche Kosten?

Nein. Die Teilnahme an der Fronius Energiegemeinschaft ist kostenlos. Es fallen weder Mitgliedsbeiträge noch laufende Gemeinschaftskosten an. Der Einstieg ist besonders einfach und ohne finanzielles Risiko möglich. Bezahlt wird nur die tatsächlich bezogene Energie innerhalb der Gemeinschaft. Dadurch eignet sich die Energiegemeinschaft auch für Unternehmen, Vereine und Gemeinden, die ohne zusätzliche Fixkosten regionalen Solarstrom nutzen möchten.

Bild von Karin Fischer
Karin Fischer

… begeistert sich für erneuerbare Energien und Energiegemeinschaften. Sie schreibt über den smarten Einsatz von Solarenergie und KI zur Optimierung des Energieverbrauchs in allen Lebensbereichen und räumt dabei mit gängigen Mythen rund um Photovoltaik und E-Mobilität auf.

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